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Unternehmensposting auf Facebook

8 wertvolle Tipps für das Unternehmensposting auf Facebook

Ein Facebook-Profil regelmäßig mit Content zu füllen ist eine dauernde Herausforderung für Kommunikationsmanager von Unternehmen. Wie erzielt man mit durchdachten Postings mehr Reichweite? Wie erhält das Ganze eine sinnvolle Struktur? Wie werden intern immer wieder passende Inhalte generiert? Wie gießt man das Profil in eine anschauliche Form? flowconcept hat für den eigenen Agenturaccount eine Postingstrategie entwickelt. In unserem Blogbeitrag teilen wir unsere Erfahrungen und Erkenntnisse. 

1. facebook-Marketing macht echte Arbeit!

Onlinemarketing geht nicht nebenher. Wer sein Facebook-Profil attraktiv halten will, muss sich mit Leidenschaft darum kümmern. Permanent! Es setzt voraus, dass die Facebook-Seite täglich zum festen Bestandteil der Marketingarbeit wird. Wer meint, die Pflege läuft so nebenher, womöglich immer dann, wenn mal Zeit dafür übrig sein sollte, liegt falsch. Denn wer keine personellen Ressourcen einplant, dem droht schnell das Aus und die Seite verwaist. Aus eigener Erfahrung haben wir festgestellt, dass die Facebook-Präsenz eine professionelle Betreuung braucht.

Eigentlich ist sogar ein ganzes Team erforderlich:

  • Einer, der das Projekt immer wieder antreibt und hochhält
  • Content-Manager, die relevante Informationen generieren, um Aufmerksamkeit in den Zielgruppen zu erzeugen
  • Grafiker, die das Design schön machen
  • Einen Profilmanager, der die Inhalte schnell und zuverlässig einpflegt und sich um das Feedback kümmert
  • Und letztlich so viele Impulsgeber wie möglich, die unentwegt Themen und Ideen liefern

Klappt auch bei uns nicht immer – aber immer besser!

2. facebook-Marketing braucht eine klare Kommunikations-Strategie!

Wer langfristig Reichweite, Follower und Fans erreichen will, kommt um die Entwicklung einer unternehmenseigenen Strategie nicht herum. Ein Kommunikationsfahrplan macht die Arbeit leichter und letztlich auch für alle verbindlicher. Denn die Besucher werden dem Profil nur folgen, wenn sie auf Facebook immer wieder Vorteile, attraktive Unterhaltung oder einen echten Wissensvorsprung finden – sei es in Form von kreativem Design, wertvollen Informationen oder unterhaltsamen Inhalten.

3. facebook-Marketing funktioniert am besten mit einer eigenen Bildsprache!

Facebook ist ein visuell funktionierender Kanal. Postings wirken einfach intensiver mit Bildern und Videos. Bewegtbilder, emotionale Fotos, gute Illus, informative Statistiken oder Infografiken erzielen eine weitaus größere Aufmerksamkeit als bloßer Text. Im Grunde benötigt jeder Post ein passendes Bild oder eine Fotogalerie. Manchmal reicht auch „nur“ ein bisschen Farbe im Hintergrund des Textes oder eine andere witzige grafische Idee.

Klar, braucht man dafür eine professionelle Gestaltung, lohnt sich aber! Die Bilder sollten übrigens möglichst klein gerechnet sein, damit die Ladezeiten kurz bleiben. Und nie vergessen, das eigene Logo einzusetzen.

4. facebook-Marketing setzt auf die richtigen Themen!

Die wichtigste Frage lautet: Was will ich meiner Zielgruppe auf Facebook mitteilen? Facebook eignet sich nicht unbedingt für tiefgründige Themen. Aber die Inhalte müssen sich an den Interessen der Nutzer ausrichten. Was am besten ankommt, ist möglichst einfach und emotional. Dabei zeigt sich die Marke auf Facebook von ihrer menschlichen Seite, zeigt sich in Action, bringt die Zielgruppe zum Staunen oder zum Lachen. Es ist sinnvoll, für den Content (= inszenierte Informationen und Botschaften) verschiedene Rubriken zu definieren und Anlässe festzulegen, die als Grundlage für das regelmäßige Posting verwendet werden.

flowconcept hat beispielsweise die fünf Themenfelder

#flowteam,
#flowwork,
#flowknowhow,
#flowontheroad und
#flowwords

aufgemacht.

Innerhalb dieser Rubriken berichten wir über Persönliches aus dem Agenturleben, erzählen über unsere Arbeit und erfolgreiche Projektergebnisse, verbreiten Expertenwissen, liefern Livebilder von Außeneinsätzen und Shootings oder teilen Humorvolles in Form von Bildern, Zitaten oder lustigen Sprüchen. Um partiell den Traffic zu steigern, lohnen sich in sinnvollen Abständen auch kleine Gewinnspiele und Facebook-Umfragen. 

5. facebook-Marketing fasst sich kurz!

Facebook ist ein schnelllebiges und mobiles Medium. Menschen nutzen Facebook in erster Linie über ihr Smartphone. „Keep ist short und simple“, lautet daher die klare Ansage für Kommunikationsabteilungen. Lange Texte sind ein absolutes Tabu. Für eine hohe Aufmerksamkeit sollten die Postings erfahrungsgemäß nicht länger als drei Zeilen sein. Bilder und Botschaften müssen die Menschen in wenigen Sekunden erreichen.

6. facebook-Marketing muss aktuell sein!

Oberste Priorität bei allen Veröffentlichungen lautet: Zeitnah sein und News posten, um die Leser in Echtzeit am lebendigen Geschehen teilhaben zu lassen! Nichts ist so langweilig wie die Nachrichten von gestern. Neben allen spontanen und aktuellen Geschehnissen hilft ein Redaktionsplan bei der mittelfristigen Planung. Hier können bereits im Vorfeld feststehende Termine, Veranstaltungen, Messen und Events, Ankündigungen, Feiertage und saisonale Themen vorgemerkt werden. So wird nichts Wichtiges vergessen.

7. facebook-Marketing erfordert gutes Timing!

Der Zeitpunkt der Veröffentlichung ist ein wichtiges Kriterium für die Reichweite. Die Beobachtung des eigenen Accounts hilft bei der Analyse. Entscheidend beim Posting ist, wann die Zielgruppen online sind. Das ist meistens in der Freizeit der Fall. Statistisch gesehen werden daher die besten Werte am Vormittag und nach Feierabend erzielt. Auch der Sonntag ist ein guter Tag für das antizyklischen Posting. Übrigens wirken zu viele Posts eher negativ – alle ein bis zwei Tage scheint statistisch gesehen ein guter Rhythmus zu sein.

8. facebook-Marketing ergänzt die eigene Website!

Facebook zählt zu den einflussreichsten sozialen Netzwerken, wenn sich auch die User in den Altersklassen verschoben haben. Kommunikationsstarke Unternehmen sind daher gut beraten, Facebook auf ihre Art zu nutzen und die Vorteile mit allen Möglichkeiten auszuschöpfen. Der Social-Media-Kanal ist aber immer nur eine kluge Ergänzung zur Website. Die unternehmenseigene Homepage ist und bleibt der Kern des Onlinemarketings. Insofern ist es sinnvoll, klar abzugrenzen, was das Unternehmen auf seiner Website kommuniziert, was auf Facebook und was auf anderen Social-Media-Kanälen. Eine deutliche Unterscheidung in den Inhalten tut gut, und auf Facebook darf es durchaus etwas lockerer zugehen als auf der offiziellen Website im Netz.

Fazit

Allein in Deutschland liegt die Zahl der monatlich aktiven Facebook-Nutzer laut Statista (Mai 2017) bei 300 Millionen. Über keine andere Plattform lassen sich Zielgruppen in dieser Reichweite ansprechen. Daher ist Facebook für die meisten Unternehmen mittlerweile unverzichtbarer Bestandteil ihrer Marketingstrategie. Allerdings lässt sich ein gutes Facebook-Profil nicht über Nacht aus dem Boden stampfen. Es braucht Zeit, Geduld, eine sinnvolle Strategie und Erfahrung, um Leads, Fans und Follower zu gewinnen. Zum Erfolg wird das Facebook-Profil nur, wenn es gelingt, die Menschen mit unterhaltsamen Inhalten zu erreichen. Sind die Inhalte langweilig oder die Werbebotschaften zu plump, werden die angestrebten Zielgruppen ihre freie Zeit höchstwahrscheinlich auf anderen Profilen verbringen.

Wer sich über neue Entwicklungen, Strategien und aktuelle Fallstudien zum Thema Social Media ausführlich informieren will, findet interessante Fachbeiträge von Branchenexperten im Social Media Kompass 2016/2017 des BVDW zum Download. 

(Quellen: https://www.slideshare.net/knallgrau/vi-knallgrau-facebook-studie-consumer-brands-und-retail-brands, Social Media Kompass 2016/2017, BDVT)